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Ökumenische Romexkursion 2017

Bericht zur Exkursion

 

… und alle zusammen: „Ökumeeennee“ – Ökumenische Exkursion nach Rom

Unter dem Titel „Ökumenische Theologie in Rom“ begaben sich 24 Studierenden und zwei Professoren der beiden theologischen Fakultäten der Universität Bonn in der Pfingstwoche auf ökumenische Exkursion nach Rom. Wir konnten dank der engen Zusammenarbeit und guten Organisation der Lehrstühle von Prof. Gerhards (Liturgiewissenschaft, Kath.-theol. Fakultät) und Prof. Meyer-Blanck (Religionspädagogik, Evang.-theol. Fakultät) zahlreiche Eindrücke in dieser bedeutenden Stadt sammeln und viel über die Ökumene, auch in Rom, lernen. Außerdem profitierten wir als Gruppe sehr von den Kontakten der Professoren, die uns exklusive Führungen, Vorträge und persönliche Gespräche vor Ort ermöglichten.

Unser vielfältiges Tagesprogramm umrahmte stets ein gemeinsames Frühstück am Morgen und die Komplet (gemeinsam gesungenes Stundengebet zur Nacht) am Abend. Wir besichtigten neben unzähligen Kirchen und dem Petersdom auch weitere theologisch bedeutende Orte wie das Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum, das Kloster Sant‘ Anselmo sowie den Palazzo Caffarelli auf dem Kapitol, wo 1817 (zum 300. Jahrestag der Reformation) der erste evangelische Gottesdienst in deutscher Sprache stattfand. Auch historische Stätten wie das Pantheon und der Trevi-Brunnen standen auf dem Programm. Bei unserer Führung durch das Vatikanische Museum provozierte uns Prof. Yvonne Dohna von der Päpstlichen Universität Gregoriana immer wieder mit der Frage, ob es sich bei der Kunst um evangelische oder katholische Kunst handle. Was ist das überhaupt? Ein guter Anstoß, der uns zum Nachdenken anregte und genau die Thematik unserer Exkursion traf.  

Zu einem weiteren Highlight zählt gewiss die Generalaudienz des Papstes auf dem Petersplatz, wo wir als Gruppe „Ökumenische Exkursion der Universität Bonn“ namentlich begrüßt wurden. Überhaupt beschäftigte uns die Ökumene durchgehend und insbesondere die Frage nach dem gemeinsamen Abendmahl von evangelischen und katholischen Christen. Zu dieser Frage äußerte sich der Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Gemeinde Rom, Dr. Kruse, sehr zuversichtlich. Papst Franziskus besuchte seine Gemeinde in der Christuskirche und brachte als Geschenk den Kelch mit, den er auch katholischen Bischöfen als Gastgeschenk überreicht. Relativiert wurden die ökumenischen Erwartungen dann beim Einheitsrat des Vatikans, wo wir ein Gespräch mit dem Sekretär der Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, Norbert Hofmann, hatten. Es bleibt also abzuwarten, was sich ökumenisch im Reformationsjahr 2017 tut.

Ein besonderer Dank gilt unseren Professoren sowie deren Lehrstühlen für eine großartige Planung und Durchführung. Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Freunde und Förderer der beiden Schwesterfakultäten. Auch sie haben uns ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, indem sie uns die Reise ermöglicht und uns unterstützt haben. Ein solches Lächeln zeigt das Gruppenfoto, das bei einem freudigen „Ökumeeeenneee“ entstanden ist.

Nadine Sandhöfer

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