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Seminar für Liturgiewissenschaft - Herzlich Willkommen!

Aktuelles

Mai 2020

DFG-Projekt Nr. 433518061
 
"Totum psalterium in usu maneat" –
Die Stundenliturgie in den evangelischen Kirchen des alten Reiches zwischen Tradition und Innovation.

Bislang von der Forschung weitgehend unbeachtet ist die Tatsache, dass nach der Reformation viele Stifte, Klöster und Pfarreien die tägliche Stundenliturgie, die aus dem Mittelalter überkommen war, im lutherischen Geiste reformierten und traditionsstark weiterführten
Von Professorin Dr. Dorothea Wendebourg, Berlin, und Prof. Dr. Andreas Odenthal, Bonn, wurde ein Projektantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht, der am 22.4.2020 bewilligt wurde. Seine Umsetzung wird zurzeit vorbereitet..
Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes sollen die nötigen liturgischen Quellen gesichtet und die theologischen Grundlagen jener Liturgieform diskutiert werden. Im interkonfessionellen Dialog sollen jene Sonderfälle beleuchtet werden, bei denen Stifts- oder Domkollegien gemischt konfessionell besetzt waren, man folglich „ökumenisch“ Stundenliturgie feiert.

 

Eine Stellenausschreibung des Projektes finden Sie hier.

 

Jüngste Buchpublikation zum Thema:
Andreas Odenthal, Evangelische Stundenliturgie in Württemberg. Zum Chordienst der Klöster und Klosterschulen nach Einführung der Reformation (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation 113). Tübingen 2020.

 

April 2020

Aufgrund der Zeitumstände finden alle Lehrveranstaltungen des Sommersemesters als Zoom-Konferenz statt.

Die Zugangsdaten sind über eCampus abzurufen.

 

Im Sommersemester finden Sprechstunden nur per Telefon statt. 

Bitte vereinbaren Sie per Mail einen Telefontermin.

 

März 2020

Start der DFG-Forschungsgruppe 2733 "Sakralraumtransformation. Funktion und Nutzung religiöser Orte in Deutschland 

Link zum Projekt

 

Berichte

Pädagogische Woche 2019

Beteiligung der katholisch-theologischen Fakultät an der Pädagogischen Woche 2019: Beitrag zur Pädagogischen Woche im hermes

Foto: Beatrice Tomasetti, Erzbistum Köln

 

Festjahr in St. Gereon in Köln

 

950 Jahre Weihe durch Erzbischof Anno, 800 Jahre Baubeginn des Dekagons, 700 Jahre Gotische Sakristei: Diese drei Jubiläen sind Grund für ein Festjahr der Kölner Kirche St. Gereon, an dem sich auch der Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft beteiligt. Am 8. Mai um 19.30 spricht Andreas Odenthal in St. Gereon gemeinsam mit Dr. Gottfried Stracke zu den Themen „950 Jahre - St. Gereon und die goldenen Heiligen“ sowie „St. Gereon und Rom - Liturgie in der mittelalterlichen Stadt“. Die Veranstaltung beginnt mit einer Eucharistiefeier im Hochchor der Kirche um 19 Uhr.

Das gesamte Programm des Festjahres ist zu finden unter:

https://www.stgereon.de/export/sites/gereon-koeln/.content/.galleries/images/angebote/StGereon19_Resonanz_Programm_A6_JAN_JUL_web.pdf

 

Vgl. bereits die Publikation von Albert Gerhards, Andreas Odenthal (Hg.): Märtyrergrab - Kirchenraum  - Gottesdienst. Interdisziplinäre Studien zur ehemaligen Stiftskirche St. Gereon in Köln (Studien zur Kölner Kirchengeschichte 35). Siegburg 2005.

 

Interview mit Andreas Odenthal zum 50jährigen Jubiläum des neuen Messbuchs

 

Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums des nach dem II. Vatikanischen Konzil reformierten Messbuchs wurde Andreas Odenthal vom Domradio befragt. Der Text ist nachzulesen unter:

https://www.domradio.de/themen/glaube/2019-04-03/unterschiedliche-rollen-mit-theologischer-qualitaet-50-jahre-messbuch-papst-pauls-vi

 

Liturgie und Liturgiewissenschaft im Kontext der Missbrauchsdebatte

 

Das Oberseminar des Seminars für Liturgiewissenschaft diskutierte im Wintersemester 2018/19 über die Missbrauchskrise der Katholischen Kirche mit der Frage, was dies mit dem Gottesdienst der Kirche und der dafür zuständigen Disziplin zu tun habe.

Die Überlegungen führten zu folgendem Beitrag:

Andreas Odenthal,  Liturgie und Liturgiewissenschaft im Kontext der Missbrauchsdebatte. Zum Gottesdienst der Kirche in der Spannung von traumatischer und ritueller Erfahrung, in: Liturgisches Jahrbuch 69. 2019, 3-19.

Siehe auch: https://www.praytellblog.com/index.php/2019/05/05/liturgy-liturgical-studies-and-the-sexual-abuse-of-minors-by-catholic-priests/

Antrittsvorlesung von Prof. Odenthal am 5.12.2018: Resonanzraum Gottesdienst? Überlegungen zu einer zeitsensiblen Liturgiewissenschaft im Anschluss an Hartmut Rosa

 

Ist diese Welt zu schnell für Gott? Und ist der Gottesdienst nicht zu langsam für diese Welt? So jedenfalls legen es die Thesen des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa nahe, der als Kennzeichen unserer Zeit Beschleunigung diagnostiziert: Ein immer schnelleres Nacheinander von Ereignissen. Diese Tendenz kann zur „Entfremdung“ führen, weil soziale Kommunikationsstrukturen das Tempo bestimmen. Manche kirchliche Praxis bietet deshalb Zonen der Entschleunigung an. Doch dies ist für Rosa keine Lösung. Vielmehr hilft Resonanz weiter: Die Art und Weise des In-Beziehung-Tretens zwischen Subjekt und Welt, das „Aufleuchten einer Verbindung zur Quelle starker Wertungen“ inmitten einer ansonsten schweigenden Welt. In diesem Sinne und über Rosa hinausgehend wird in der Vorlesung der Gottesdienst als Resonanzraum entworfen. Zugleich wird das Moment der Beschleunigung in der kirchlichen Tradition aufgespürt, etwa in der Adventsliturgie.

Die Überlegungen sind publiziert bei:

Andreas Odenthal, Resonanzraum Gottesdienst? Überlegungen zu einer zeitsensiblen Liturgiewissenschaft im Anschluss an Hartmut Rosa, in: Liturgisches Jahrbuch 68. 2018, 32-54.

 

Processionale des Kölner Apostelnstiftes aus dem 17. Jahrhundert wiederentdeckt

 

Im Berliner Auktionshandel konnte vor einiger Zeit ein Processionale ersteigert werden, das sich als zum Kölner Apostelnstift gehörig herausstellte. Es enthält die für unterschiedliche Prozessionen im Laufe des Kirchenjahres wichtigen Gesänge, dazu aber auch minutiöse Hinweise, welchen Weg in und um die Stiftsimmunität die einzelnen Prozessionen zu wählen haben. Die Handschrift wurde der Kölner Apostelnpfarrei zurückgeschenkt und befindet sich nun im Archiv des Erzbistums Köln.

Vgl. dazu Andreas Odenthal, Ein wiedergefundenes Manuale mit Prozessionsgesängen des 17. Jahrhunderts aus dem Kölner Apostelnstift. Zur Stationsliturgie an St. Aposteln und ihrer Sakraltopographie in Zeiten des Umbruchs, in: Geschichte in Köln 65. 2018, 73-86 und 273-275.

 

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